Spezialfolge –

Hands on Technology e. V. und FIRST Lego League

18.03.2026

Shownotes

Diese Folge entsteht im Rahmen des Podcasthon, einer internationalen Initiative, bei der Podcasts weltweit auf wichtige gesellschaftliche Themen aufmerksam machen.

Wie begeistert man Kinder und Jugendliche für Technik? Der gemeinnützige Verein „Hands-on Technology“ weiß es. Stefanie Sieber aus der Geschäftsführung und Fabian Schmidtchen als Vorstandsmitglied geben einen Einblick in die Arbeit des Vereins und in das Bildungsprogramm „First Lego League“. Ziel ist es, junge Menschen aus Grund- und weiterführenden Schulen spielerisch an Robotik, Programmierung und Problemlösung heranzuführen. Über 1.000 Volunteers unterstützen regionale Wettbewerbe, betreuen Teams und bewerten Projekte.

Die „First Lego League“ kombiniert Robotik, Forschung und Teamarbeit. Teams bauen und programmieren Lego-Roboter, lösen Aufgaben auf einem standardisierten Spielfeld und präsentieren jährlich ein Forschungsprojekt zu einem gesellschaftlich relevanten Thema, wie z. B. Archäologie. Bewertet werden dabei Robotik-Design, Forschungsansatz sowie die Einhaltung der Grundwerte wie Zusammenarbeit und Fairness.

Hands-on Technology stellt Schulen nicht nur Materialien und Roboter-Sets zur Verfügung, sondern begleitet auch den Aufbau der Teams. Die Teilnehmenden treten in regionalen Wettbewerben und nationalen Finals an und haben die Möglichkeit, bei internationalen Events Erfahrungen zu sammeln.

Stefanie und Fabian geben praktische Tipps, wie Eltern und Lehrkräfte interessierte Kinder und Jugendliche fördern können, sei es durch aktives Coaching, durch Volunteering bei Wettbewerben oder durch Unterstützung im Verein selbst.

/transkript/programmierbar/spezialfolge-hands-on-technology-e-v-und-first-lego-league
Dennis
Hallo und herzlich willkommen zu 1 neuen programmier.bare Folge. Heute ein bisschen wieder ein Special. Ich bin Dennis Becker und freu mich sehr auf die kommenden Minuten und das, was wir heute machen, ist im Rahmen des Podcasthons. Der Podcasthorn ist eine Initiative, die es jetzt unabhängig von Tech Podcasts gibt, sondern einfach alle möglichen Podcasterinnen und Podcaster da draußen aufruft in der Woche, wo jetzt auch dieser Podcast hier grade rauskommt, einem Verein eine Bühne zu geben und genau, damit irgendwie eine über die ganze Podcastwelt hinweg so den guten Zweck zu haben, der einen verbindet und eben ja, gemeinnützige Organisationen vorzustellen. Und da haben wir uns eine gesucht, wo wir das Gefühl haben, okay, das ist relativ nah dran an den Sachen, die wir zum einen spannend finden und die wir auch aus unserer Perspektive sehr unterstützenswert finden. Und ich hab heute gleich 2 Gäste, mit denen ich darüber sprechen darf und das sind zum einen Stefanie Sieber und Fabian Schmittchen. Hallo Fabian, hallo Stefanie. Schön, dass ihr beide da seid.
Stefanie
Hallo Dennis, schönen guten Morgen. Wir freuen uns auch.
Fabian
Hallo.
Dennis
Und vielleicht sollten wir erst mal anfangen, damit zu sagen, welche Verein denn hier heute zu Gast ist, denn das ist Hands on Technology, so heißt euer Verein. Und auch wenn das noch weiter erst mal ein Monolog am Anfang von mir ist, kann ich noch mal ganz kurz Kontext geben, so wie wir darauf gekommen sind, euch denn zu finden und worüber wir auch dann heute mit Sicherheit ein bisschen reden werden. Ich hab da lustigerweise son paar Connections zu und es ging bei mir nicht nur ein einziger Weg, der irgendwie dahin geführt hat. Also zum einen hat Lotum für für eine Schule in unserer Stadt in Bad Blauheim sogenannte Lego Spiksets gesponsert. Und darüber hab ich dann irgendwie mitbekommen, okay, da gibt's son Programm und das war dann an unserer Schule. Genau, das ist die eine eine Richtung und dann bin ich eben auch im im im Förderverein unserer Schule und es gibt ja, mein Sohn ist jetzt in der dritten Klasse, ja, das ist auch so die Zeit, wo das ganz gut reinpasst das Ganze und dann festgestellt, okay, da gibt's auch Wettbewerb und keine Ahnung was, wo man irgendwas mit diesen Lego Sachen machen kann. Darüber kamen wir son bisschen, denn hat auch oder unterstützt auch eine Veranstaltungsreihe, die sich nennt und da kommen wir son bisschen her. Das erst mal so zu Rahmenbedingungen. Aber stellt euch gerne mal selbst ein bisschen vor, sagt, wie ihr seid, was ihr eigentlich so im im Leben normalerweise macht und was für euch Hands on Technology ist, wie lange schon ihr dabei seid und was ihr son bisschen damit verbindet und ich würde sagen, Stefanie, wir fangen einmal mit dir an.
Stefanie
Sehr gerne. Du hast schon gesagt, Hands on Technology ist der Verein. Ich bin Teil der Geschäftsführung des Vereins, also ist 'n gemeinnütziger Verein und wir sitzen in Leipzig und gegründet wurde der Verein 2002 und Ziel ist eben, ja MINT Bildung an Kinder und Jugendliche ranzu und das, ja, also sie einfach dafür zu begeistern. Und das Programm, was wir dafür nutzen, ist eben First Lego League und das dürfen wir ja in Deutschland, Österreich und der Schweiz machen. Und ja, ich bin dabei seit, es sind dann im Sommer 20 Jahre tatsächlich. Ich hab angefangen als als Werksstudentin hier im Verein zu arbeiten und ja, so habe ich mich irgendwie immer damit verbunden gefühlt und inzwischen bin ich mit Susanne, meiner damaligen Kommilitonen, die auch, die kurz vor mir eingestiegen ist, ihre Diplomerei über das Projekt First Lego League und wie man das in regionalen Wettbewerben aussetzen kann, damit beschäftigt hat. Bin dann irgendwie dazugekommen, war bei einem der ersten Finals dabei und hab mit unterstützt und ja, bin so reingerutscht und irgendwie sind dann immer mehr Aufgaben dazugekommen. Und seit 2014 bin ich jetzt mit ihr zusammenteil der Geschäftsführung und der Verein wird aber nicht nur von der Geschäftsstelle, die in Leipzig ist, wo Menschen sind, die fest angestellt sind und da sich in ihrem Daily Job mit beschäftigen mit den Sachen, die wir so tun, sondern wird getragen auch von den Ehrenamtlichen und da zählt einmal der Vorstand dazu und natürlich alle Mitglieder, aber auch eine große Community, die gar nicht unbedingt im Verein ist, aber das Programm durch ihr Volunteering an verschiedenen Standorten, in regionalen Wettbewerben, in Ausstellungen und so weiter trägt. Und Fabian ist ein Teil davon und vielleicht kann er auch mal seine Story erzählen. Er hat auch schon eine längere Geschichte mit First Ego League und dem Verein.
Fabian
Mhm. Ja, ganz so lange bin ich noch nicht dabei wie Stefanie, aber dafür hab ich, glaube ich, noch 'n paar mehr Rollen in dem gesamten Konstrukt erlebt. Ich bin eingestiegen als Teilnehmer in die First Lego League, hab dann 3 Jahre lang als Teilnehmer das Bildungsprogramm kennenlernen dürfen. Hab da auch relativ viel erreicht. Also es gibt verschiedene Stufen, Regionalwettbewerbe, dann Qualifikationswettbewerbe, dann wird von unserem Verein das Finale ausgetragen und dann kann man noch international auf Events gehen. Und ich hatte irgendwie die Möglichkeit, das alles zu erreichen und fand das so cool danach, dass ich mir dachte, ja, jetzt bin ich zu alt, aber das kann doch jetzt nicht sein. Das kann doch jetzt nicht vorbei sein. Und so bin ich dann reingestartet in das Thema Volunteering. Es gibt verschiedene Bereiche, in denen man als Volunteer aktiv sein kann. Ich war mal primär als Schiedsrichter aktiv, also habe an den Wettbewerbstischen selbst die Kids mit ihren Robotern betreut und bewertet. Und das hat mir viel Spaß gemacht, hab ich irgendwie auf vielen Wettbewerben gemacht, hat dann irgendwie dazu geführt, dass ich Oberschiedsrichter für Deutschland, Österreich und Schweiz wurde. Das heißt, ich hab dann auch die Regeln mit übersetzt und die entsprechend für unsere Region passend, angepasst interpretiert und hab das jetzt viele Jahre lang gemacht. Irgendwann bin ich auch dann dem Verein beigetreten, da noch an anderen Stellen einfach mitzuhelfen und mehr im Hintergrund zu machen. Und seit 'nem Dreivierteljahr jetzt ungefähr bin ich jetzt aufm Vorstand vom Verein und kann auch da entsprechend mitgestalten.
Dennis
Mhm. Cool. Ich weiß gar nicht, warum in meinem Kopf hast irgendwie bei 1 direkt verknüpft mit, dass dass man das nur so nebenbei macht, aber das ist natürlich Quatsch. Also Du dir auch grade gesagt hast, okay, ne, da sind dann Leute eingestellt und ne, arbeiten da irgendwie auch Vollzeit dran. Könnt ihr son bisschen Einblick geben in die Größe oder Struktur? Also wie viele sind fest eingestellt? Mit wie vielen ist man da irgend Kontakt? Wie groß ist son festes Volontierteam? Die die regelmäßig dabei sind einfach son bisschen, umzugreifen, wie viel dahintersteht.
Stefanie
Ich kann ja vielleicht mal noch mal ganz weit ausholen. Also First Lego League ist prinzipiell ein globales Bildungssystem, ne. Also wir machen das hier in Deutschland, Österreich und der Schweiz, aber das gibt's auch in über 100 Ländern in der Welt. Und ursprünglich haben eine amerikanische Stiftung, die heißt First, die ist namensgebend zusammen mit Lego haben die sich in den neunziger Jahren dieses Programm überlegt. Und die die Stiftung First in den USA, die machen auch noch Programme für Studenten, für für Hochschüler, die Roboter entwickeln und die dann auch bei großen Events dort sich miteinander messen. Das heißt dann First Tech Challenge oder First Robotics Challenge. In Deutschland gibt's da auch einzelne Teams, aber wir sind vor allem im Bereich First Lego League unterwegs, also von der Grundschule bis zur weiterführenden Schule. Und die Struktur ist so, dass wir wir sind der Verein, der das in Deutschland, Österreich und der Schweiz prinzipiell anbietet. Teams und Klassen können sich bei uns anmelden für das Programm und nehmen dann an regionalen Veranstaltungen. Das heißt, es gibt dann, Du hast es in Hessen erlebt, gibt's dann zum Beispiel in in diesen eine Veranstaltung. Es gibt eine in Dresden, es gibt eine in der Nähe von Hamburg, in Norderstedt. Es gibt eine in München und so verteilt sich das in Deutschland, Österreich, in der Schweiz auf über 60 regionale Events. Das sind in Hochschulen, in Schulen, in Museen und ja, ganz vielfältig. Und die machen dann für ihre Region für 12 bis 24 Teams ungefähr jeweils eine regionale Veranstaltung und dort kann man als Volunteer dabei sein. Und zum Beispiel, wie Fabian Platt gesagt hat, als Schiedsrichter an, weil das Programm selber besteht aus verschiedenen Themenbereichen, ne. Es gibt das Robotgame, wo dann der Schiedsrichter dabei ist. Es gibt die Jurybewertung, wo verschiedene Menschen sich dann angucken, was die die Schülerinnen und Schüler dort in den eine Programmierung gemacht haben im Roboterdesign, also in dem Prozess, in den sie ihren Roboter über die Wochen und Monate entwickelt haben, wie da ihre Iterationsphasen waren und ihre, wie die im Prozess dort beschreiben, wie die ihre Strategie entwickelt haben und auf dem Spielfeld dann Aufgaben zu lösen. Und das Zweite ist ein, was Jedes Jahr steht dieses Programm unter 'nem neuen Thema und das spiegelt sich einmal auf diesem Spielfeld von dem Robot Game wider, dann aber auch in den Schübebewertungen, nämlich in dem Forschungsprojekt. Jedes Team muss passend zum Thema ein Forschungsprojekt entwickeln und dort dann eine Jury vorstellen. Also die müssen eine Lösung, eine neuartige Lösung entwickeln für etwas, was mit dem Thema zu tun hat. Dieses Jahr ging's Archäologie und wie man Archäologen die Arbeit erleichtern kann und wie wie man dort technisch unterstützen kann zum Beispiel, sollten Sie sich Dinge ausdenken. Die Themen sind aber ganz vielfältig und eigentlich auch immer relativ nah am Zeitgeist. Es ging auch in den letzten Jahren Energie. Es ging das Klima und ja, also schon immer gesellschaftlich relevante Themen, wo die Kinder und Jugendlichen dann ihre Ideen einbringen konnten. Und Fabian, Du kannst ja auch mal erzählen, Du warst auch bei 'nem Seitenstrang des Wettbewerbs beim Global Innovation Award, wo Teams aus der ganzen Welt dann ihre neue Projekte vorstellen konnten und das dort teilweise bis zur Patententwicklung geführt hat.
Dennis
Okay, krass. Vielleicht ganz kurz noch mal vorher Also so grob die Wie viele Leute daran arbeiten in
Stefanie
Ach so, ja. Genau, also im Verein arbeiten Im Moment sind es 8 Menschen, die angestellt sind und der Verein selber hat über 40 Mitglieder. Also es Okay. Ist gar nicht so riesig, aber die die ganzen Volunteers, die da dranhängen, die Coaches, die dabei sind, das sind über 1000, ne? Also es ist eine relativ große Community, die auch mehr oder weniger stark an uns gebunden ist und dieses Programm auch immer ja, weiterträgt. Und es lebt sehr, sehr viel von Volontering in den Regionen, ne? Ohne Schiedsrichter, ohne Juroren, die dort am Wettbewerbstag die Teams bewerten würden und den ganzen Aufbau und so weiter supporten würden, würde das nicht funktionieren. Ja. Und
Fabian
Am Ende bilden wir als Verein auch mehr die Basis dafür, dass es überhaupt die Möglichkeit gibt, dass es fürs Leolague in Deutschland, Österreich und der Schweiz überhaupt existieren kann.
Dennis
Mhm.
Fabian
Aber das Ganze dann mit Leben zu füllen und vor Ort auszugestalten, da sind ganz, ganz, ganz viele Menschen mit mehr involviert als wirklich im Verein aktiv sind.
Dennis
Ja. Okay. Und wie ist so der Einfluss, das hört sich negativ an oder die Unterstützung vielleicht eher von von Lego an der Stelle? Ich mein, die haben das, ne, wenn Du irgendwie sagst, schon Ende der Neunziger eingeführt. Und nehmen die das so mit oder ist das auch irgendwo ein ein großer Part, den sie dann irgendwie nehmen, da unterstützen zu können und zu wollen? Also welche Rolle spielt heute noch Lego oder machen die gar nichts mehr offiziell und die gibt nur ihren Namen her.
Stefanie
Nee. Nee, nee, nee, das ist, die sind da tatsächlich in die Entwicklung des der Themen und des Programms Hardcore involviert und die zusammen mit First arbeiten die jedes Jahr an der Themenentwicklung, an denen wirklich an den Aufgaben und dieses Spielfeld, von dem ich vorhin gesprochen habe, dem das Robotgame passiert, da da sind Legosteine drauf. Und dieses Spielfeld muss entwickelt werden, ne? Die Aufgaben, wo der Roboter dann drüber fahren soll, der auch aus Legosteinen ist. Also alle Teams haben einen Legoroboter. Da ist eine Verbindung und tatsächlich sind die, also der Bereich heißt Lego Education, der sich sozusagen auf die Schulen und Bildungsbereich spezialisiert hat. Die sind da stark involviert und machen das zusammen mit First, mit der amerikanischen Stiftung, arbeiten da an der Programmentwicklung und tragen sozusagen das Programm in die Welt raus und genau.
Dennis
Okay. Fabian, da Du's das häufig auch schon mitgemacht hast, kannst Du uns vielleicht noch mal 'n bisschen detaillierter abholen, was so Teil davon ist. Weil Stefanie hat erwähnt, es gibt irgendwie einen Tisch oder eine Spielfläche oder so was, die Teil des Wettbewerbs ist. Und wenn ich das richtig verstehe, aber es gibt halt irgendwie diese diese Lego Boxen, ist wahrscheinlich ähnlich wie einen Lego Set, nur vielleicht 'n bisschen variabler noch irgendwie da drin. Jetzt ist es ja auch, und das, wenn's das schon so lange gibt, dann weiß ich nicht, war das wahrscheinlich zu Beginn ja auch nicht irgendwie, dass es da schon diese Bluetooth iPad Controller und so was immer dauerhaft gab. Aber einfach nur son bisschen noch konkrete darzustellen, okay, wie, ja, wie wie geschaltet sich das? Was ist das, was die Schülerinnen und Schüler irgendwie zur Verfügung haben? Und was was sind so die Aufgaben? Also was ist konkret, was man macht so in dieser in diesem Aufgabenspektrum?
Fabian
Also bei der First Lego League ist es so, dass man einen Wettbewerbstag hat, an dem man die Möglichkeit hat, das erst mal alles zu präsentieren, aber dahin zu kommen, gibt's eine ganz lange Zeit, den man sich vorbereiten kann.
Dennis
Mhm. Man hat
Fabian
da 'n Viertel bis 'n halbes Jahr Zeit, sich erst mal dahin zu iterieren und die ganzen Aufgaben zu lösen. Es gibt zum einen das Robotgame, auf dem der Roboter, den das Team in der Vorbereitung baut, Aufgaben lösen muss. Das heißt, es gibt 'n circa 3 Quadratmeter großes Spielfeld. Da liegt eine Papiermatte unten drin, da ist dies entsprechend bedruckt. Da gibt's dann Lego Aufbauten, die halt auch weltweit gleich sind.
Dennis
Mhm.
Fabian
Und dann gibt's Regeln, die halt erlauben, dass der Roboter in bestimmten Bereichen angefasst werden darf und in anderen Bereichen davon nicht angefasst werden. Und dann hat das Team zweieinhalb Minuten Zeit, so viele Aufgaben wie möglich zu lösen. Dabei ist wichtig, dass der Roboter davor gebaut wird. Also die kommt mit 'nem fertig konstruierten Roboter hin und 'nem fertig programmierten Roboter.
Dennis
Mhm.
Fabian
Das heißt, natürlich, man kann noch mal 'n Stein mehr dran stecken oder 'n Stein abbauen oder so, aber das Konzept hat man davor schon so weit entwickelt, was der Roboter tun soll.
Dennis
Mhm.
Fabian
Und dann kommt man beim Robotergame zum Spieltisch hin, bereitet sich vor, stellt 'n Roboter in den Stadtbereich und dann heißt's irgendwann sind alle bereit und dann geht der Countdown los, 3 2 1 Lego und dann laufen die zweieinhalb Minuten runter. Dann drückt man einmal aufn Knopf. Der Roboter fährt dann außerhalb von dem Bereich, den man anfassen darf. Also der heißt dann Startzone, fährt da raus, erledigt Mission und im Optimalfall kommt er auch wieder zurück in die Startzone, sodass man ihn dann da wieder anfassen kann und dann kann man ihn dort im Bereich umbauen. Es sind halt viele Schwierigkeiten, die sich so für son Team oder Herausforderungen, die sich auf son Weg dann da ergeben beim Robot game, weil wenn der Roboter angefasst wird und umgebaut wird, geht zum Beispiel die Zeit weiter. Das heißt, wenn man da vor sich viel Zeit genommen hat, die Programmierung zu verbessern, da vielleicht noch 2 Sekunden rauszuholen und dann hat man aber 'n Aufsatz, der sehr lange braucht, den anzubauen, dann geht einem da vielleicht noch mal 'n bisschen Zeit verloren. Und das ist so viel Learning. Man kann ganz viel an Herausforderungen daran mitnehmen und dann danach feststellen, das lief nicht so gut, das lief schon sehr gut und dann sich entsprechend weiter dran iterieren. Man hat auch mehrere Runden von diesem Robotergame an jedem Tag, sodass man auch noch während des Tages sich entsprechend verbessern kann. Aber das Robotergame ist auch nur am Ende nicht mal die halbe, sondern nur die Viertelmiete von dem gesamten Wettbewerb, weil es gibt auch noch die Forschung, das Roboterdesign und die Grundwerte. Das heißt, die werden entsprechend auch mit bewertet. Das heißt, das Robotgame ist zwar das öffentlichkeitswirksamste, findet meistens auf 'ner Bühne statt oder so. Mhm. Aber die anderen 3 Kategorien, die sind genauso wichtig. Die finden in 'ner Juresaitzung statt. Die ist auch öffentlich, das heißt, der kann man sich auch als anderes Team oder als Zuschauer da zum Beispiel mit angucken. Und da geht's dann dadrum, zum einen im Roboterdesign den Roboter, den man entwickelt hat zu präsentieren und zu zeigen, wie bin ich denn da hingekommen? Also das war wahrscheinlich nicht mein erster Versuch, den Roboter genauso zu bauen. Meistens gab's da irgendwelche Probleme, die sich aufm Weg ergeben haben und die musste man lösen. Manchmal gibt's auch Teams, die dann erklären, ja, wir haben hier 'n Roboter gebaut, aber der hat gar nicht funktioniert, haben wir noch mal komplett auseinander gebaut, haben noch mal 'n komplett neuen Roboter gebaut und genau darum geht's, das einmal zu verstehen, zu gucken, wie hat man sich so eine Lösung angenähert? Also so wie es auch im IT Bereich oder im Ingenieursbereich wirklich der Fall ist. Man geht ja nie gerade einen Weg geradeaus und alles klappt. Und genau diese Höhen und Tiefen, die sich da aufm Weg ergeben, die soll man da einmal versuchen darzustellen. Und dann gibt's noch die Forschung und die ist jedes Jahr unter 'nem anderen Thema. Dieses Jahr heißt's UnEarth, also es geht Archäologie. Und in dem Kontext haben die Teilnehmenden die Aufgabe, sich mit Forschungsthemen, die Archäologen dieses Jahr ganz konkret haben, zu beschäftigen und zu gucken, was sind denn da Probleme, die da auftreten? Da sieht man dann sehr unterschiedliche Lösungsansätze zu ganz unterschiedlichen Problemen, die auftreten. Also beispielsweise gibt's dann Probleme, die Kids finden, wie man hat meistens bei Wasserausgrabung oder Wasseruntersuchungen, wenn da irgendwas im Wasser vergraben liegt, noch nicht so gute Möglichkeiten aktuell, dass man das detektieren kann und kartographieren kann. Mhm. Und da hat zum Beispiel ein Team dann eine Lösung entwickelt, genau da reinzugehen und das zu kartographieren. Dabei geht's nicht darum, dass das am Ende eine ausgeklügelte Lösung ist, die zum Patent kommt. Also da sieht man auch immer mal wieder im Team, was das wirklich schafft und das auch so weit treibt. Aber es geht vor allem auch erst mal darum, festzustellen, okay, da gibt's 'n Problem und wie kann ich mich jetzt dem wieder annähern und das lösen? Und wenn man dann einen Konzept vorstellt, ist das total fein. Wenn man einen Prototypen aus Lego darstellt, ist das auch cool Und wenn man natürlich dann schon 'n fast fertiges Produkt hat, ist das auch richtig klasse. Aber alles in Stadien, die absolut gewünscht und erlaubt sind, sich dem Ganzen anzunähern.
Dennis
Mhm.
Fabian
Und über all diesen 3 Kategorien ist dann stehen dann die Grundwerte der First Lego League. Das heißt, freundliches Miteinander geht da rein, wie man im Team miteinander umgeht, wie man zwischen den Teams miteinander umgeht. Und auch das geht entsprechend mit in die Bewertung ein, dann am Ende des Tages auch zu gucken, nicht nur, dass 'n Team, was in sich vielleicht auch nicht so gut die Zusammenarbeit hinbekommt, groß zu belohnen, sondern auch, dass man das entsprechend heraushebt, wenn's 'n Team wirklich schafft, sehr konstruktiv und zielorientiert und freundlich im und mit den anderen Teams umzugehen.
Dennis
Mhm. Okay. Cool. Und die Vorbereitung beziehungsweise sind dann auch die Materialien oder das, was ich bekomme, ist das auch irgendwie thematisch dann abgepasst oder ist das nur für dieses Event, wenn man dann vor Ort ist, dass das dieses Thema hat oder gibt es praktisch diese, also was für Materialien braucht man letztendlich, sich vorzubereiten auf einen solchen Wettkampf?
Stefanie
Soll ich? Jede Schule hat letztendlich so ein Robotik Set oder ein son Lego Education Set, wo die ihren ihre robotische Lösungen draus bauen. Oder für für die Grundschulen ist es eher ein bewegliches Modell, was gebaut werden soll. Und die die Roboter spielen dann letztendlich bei den weiterführenden Schulen eine Rolle. Mhm. Und das das haben die oder müssen die sich besorgen. Viele Schulen In Hessen zum Beispiel wurde vom Hessischen Kultusministerium wurden viele Schulen mit dem System ausgestattet und die können das dann auch im Unterricht anderweitig nutzen neben First Lego League. Und was man von uns dann bekommt, wenn man sich im Programm anmeldet, ist diese Spielmatte mit den Aufbauten für die weiterführenden Schulen und bei den Grundschulen ist das 'n bisschen kleinerer Maßstab. Da bekommt man auch sone kleinere Matte und Aufbauten, dann sein bewegliches Modell zu bauen mit den Motoren und den Teilen, die man aus dem Robotik gesagt hat.
Dennis
Okay. Cool.
Fabian
Man kann aber grundsätzlich auch noch Legoteile über den über das Roboterset hinaus nutzen. Also grade wenn man son paar Jahre an dem Wettbewerb teilnimmt, dann hat man ja die Spielfeld aus den vorherigen Jahren meistens noch rumliegen und die kann man dann zum Beispiel auch gleich noch mit nutzen. Das ist meistens sehr cool dann zu sehen, wenn 'n Team oder wenn in 1 Saison eine bestimmte Teileart sehr dominant aufm Spielfeld vorhanden war, dann haben meistens die Hälfte der Teams in dem nächsten Jahr genau diese Teileart in den Robotern auch sehr dominant wieder verbaut.
Dennis
Mhm.
Fabian
Also Lego teiltechnisch ist da einem keine Grenzen gesetzt. Wenn man da mehr möchte, dann geht da auch mehr.
Stefanie
Ja. Viele viele Teams haben nicht nur den Roboter, sondern dann auch verschiedene Werkzeuge, die Aufgaben zu lösen, ne. Und da Mhm. Kommen viele Teile zum Einsatz.
Dennis
Okay. Und wie hat sich das so über die Jahre gewandelt? Also ist das, also wie ich wie ich schon gesagt hab, ich mein, heute ist es irgendwie dann mit iPad und keine Ahnung was, aber das war ja wahrscheinlich vor 15 Jahren oder grob oder wie auch immer, aber vor vor anderen Jahren anders, aber war das trotzdem immer schon auch dieser Ansatz mit der Robotik und dem Programmieren? Also gab's den trotzdem schon immer oder das ist irgendwo dazugekommen?
Stefanie
Nee, den gab's schon immer tatsächlich. Damit hat's eigentlich angefangen. Also der der Mikrocontroller war immer Teil des Ganzen, uns hat angefangen Mitte der Neunziger mit dem mit diesem gelben Stein, dem RCX und mit den verschiedenen Produktreihen, die dann danach kamen, die Mindstorms Reihe. Und ja, ganz neu gibt's jetzt demnächst im Handel das Lego Education Informatik und KI Set. Das das rückt 'n bisschen weg von dieser Mikrocontroller und Robotikschiene. Das geht mehr auf die allgemeine Informatik und Programmierung und den KI Ansatz auch zu kleineren Teilen. Und genau, da wird sich auch tatsächlich First Legoli Inhaltlich 'n bisschen verändern. Da wird demnächst die Future Edition an den Start gehen parallel zu dem, was man Das, was wir grad beschrieben haben, ne. Also die sogenannte Founder's Edition wird bleiben noch 2 Jahre lang und die Future Edition ist die Fortentwicklung, dass das Ganze auch ja, interaktiver wird, dass das Ganze mehr noch 'n spielerischen Charakter bekommt, aber grundsätzliche Prinzipien von Informatik, damit auch erlernt werden können.
Dennis
Habt das auch was mit diesem, was hat Lego vorgestellt? Wie heißt der? Der Smart Break oder so?
Stefanie
Nee. Nee, das das ist tatsächlich Consumer Bereich. Das ist eher ausm Spielzeugbereich. Also es sind ja auch letztendlich Spielzeuge, aber Lernspielzeuge und
Fabian
Mhm.
Stefanie
Genau. Also keine Ahnung, ob wir den dann auch sehen werden. Es wird vermutlich nicht verboten sein, den zu verwenden, aber das wissen wir noch nicht. Okay.
Dennis
Also kriegt man die Sachen auch gar nicht als normaler Consumer? Also verkauft Lego das nur an Schulen et cetera oder ist das auch theoretisch erhältlich?
Stefanie
Lego arbeitet da mit Händlern, die das machen. Die verkaufen das gar nicht selbst, sondern also Lego Education Und das es richtet sich hauptsächlich an Schulen tatsächlich, aber also ein Beispiel, was jetzt mir einfallen würde, wäre Konrad, die das in ihrem Onlineshop haben. Mhm. Gibt aber auch verschiedene andere Händler, die das im Programm haben, grade in Deutschland. Ist da 'n recht vielfältiger Markt. Also man könnte das auch als Privatpässe bekommen.
Fabian
Also als Team hab ich damals auch nicht an 'nem Schulteam teilgenommen. Also es gibt sehr viele Schulteams, die
Dennis
an
Fabian
der fürs Legolick teilnehmen.
Dennis
Mhm.
Fabian
Grade in Arbeitsgemeinschaften oder das in entsprechende Unterrichtsfächer mit einbinden. Das war bei mir nicht der Fall. Wir haben das bei meinen Eltern zu Hause umgesetzt im Keller Mhm. Und waren da dann auch nicht so daran gebunden und haben das dann auch einfach alles privat umgesetzt.
Dennis
Mhm. Okay. Wie habt ihr davon dann, wie war der Zugang? Also wie war der Kontakt und woher wusstet ihr oder wahrscheinlich deinen Eltern, dass es das gibt?
Fabian
Das war ganz witzig. Ich war in 'ner Physik AG bei uns an der Schule und wir haben, na ja, halt, was man halt so in 'ner Physik AG macht, so Experimente durchgeführt. Mhm. Und ich hab irgendwie 'n halbes Jahr vorher zu Weihnachten einen NXT damals noch bekommen. Also jetzt vor 4 Generationen das Modell. Und fand den ganz cool. Dann haben wir auch damit dort im in der Arbeitsgemeinschaft 'n bisschen was gemacht. Und irgendwann kam 'n Lehrer auf mich zu und meinte, ich war hier bei soner Schulung und da wurde hier son Bildungsprogramm vorgestellt. Du machst doch da so Dinge mit Lego, vielleicht ist das ja was für dich. Mhm.
Dennis
Und
Fabian
dann hab ich mir dazu 'n bisschen was angeguckt und dann dachte ich mir, oh, das ist so cool. Das ist genau mein Ding, das muss ich machen. Und so bin ich dann erst mal auf das Bildungsprogramm aufmerksam geworden. Und dann hat sich so nach und nach mich ringsrum 'n Team formiert. Und meine Eltern haben mich halt auch dabei unterstützt. Also mein Vater war am Ende dann der Coach, der das Ganze offiziell geleitet hat. Aber am Ende haben wir das halt einfach primär selber gemacht und hatten daran ganz viel Spaß und haben uns da immer weiter reingenördet.
Dennis
Mhm. Cool. Wie sehr gehört das denn zu euren Aufgaben auch als Verein, was irgendwie die die Sichtbarkeit angeht? Geht's vor allen Dingen die Durchführung der Events und der Organisation, also diese ganzen Strukturen in im im DACH Raum? Oder ist euer Anspruch auch irgendwo, das noch mehr in Schulen zu etablieren, ja, irgendwie die Aufmerksamkeit zu zu erhöhen? Was was sind da noch so die die Tätigkeitsfelder von eurem Verein?
Stefanie
Also prinzipiell ist natürlich erst mal dieses, wir bieten die Struktur, die Teams können sich bei uns anmelden, wir schulen die Regionalpartner, wir geben den Coaches Materialien mit, damit sie, also Coaches sind Lehrkräfte oder Eltern, so wie in Fabians Fall, das Ganze mit Teams oder ganzen Klassen dann umsetzen zu können, gehen wir den an die Hand, damit sie im Programm teilnehmen können. Das ist erst mal so unser Hauptaugenmerk, Augenmerk, aber natürlich gehört auch immer Marketing- und Öffentlichkeitsarbeit dazu und das Ganze auch weiterzutragen. In den letzten 20 Jahren hat sich das Ganze ganz gut durch, ja, Mund zu Mund Propaganda und Menschen, die irgendwie dran teilgenommen haben und gesagt haben, oh, ich hab jetzt keine Lust mehr von, keine Ahnung, aus der Pfalz irgendwo nach Baden Württemberg zu fahren, weil's bei mir noch keinen Wettbewerb gibt. Ich setze das jetzt selber auf bei mir an der Schule. Und so hat sich das Ganze in den letzten über 20 Jahren weiterentwickelt und es sind immer neue regionale Wettbewerber entstanden. Es sind immer neue Teams dazugekommen. Also das ist auch sehr viel in den Regionen, was da passiert, dass die regionalen Partner, also die Schulen und Hochschulen, die dort verankert sind, in ihrem Netzwerk dann neue Menschen und neue Schulen an Bord holen, die bei dem Ganzen mitmachen. Und das ist aber auch eine unserer Aufgaben, das zu machen. Also ich war tatsächlich gestern auf der Didakta, 1 der größten Bildungsmessen in Europa in Köln und hab dort viele Menschen ausm Bildungsbereich getroffen.
Fabian
Wir haben
Stefanie
die Future Edition dort in 'nem Workshop vorgestellt und ja, waren so auch Volunteering ist eine Möglichkeit, auf uns aufmerksam zu machen, dass Menschen uns kennenlernen. Und natürlich ist auch der Faktor Finanzierung ja für uns tatsächlich 'n Punkt, ne. Also wir müssen auch da auf uns aufmerksam machen, Spender und Sponsoren auf das Programm aufmerksam zu machen, weil wir keine Bundesförderung, keine Länderförderung, nur in bestimmten Bereichen können wir Programme aufsetzen. Wenn wir so was haben wie in Hessen zum Beispiel, dass das hessische Kultusministerium dort Mittel zur Verfügung gestellt hat, einmal die Schulen mit Robotik Sets auszustatten. Dann aber auch, am Bildungsprogramm teilzunehmen, wenn wir so was solche Türen geöffnet bekommen, dann ist das total super. Und dann machen wir das sehr gerne und unterstützen das und können das auch in anderen Bundesländern aufsetzen. Und haben ganz viele Unternehmen, die uns unterstützen. Das ist auf jeden Fall auch 'n 'n wichtiger Punkt, da in der Öffentlichkeit präsent zu sein und ja, auch zu zeigen, was Schülerinnen und Schüler dort Tolles leisten. Und dass im MINT Bereich irgendwie nicht nur die Nerds unterwegs sind, sondern dass da tolle Ideen entstehen und Teamarbeit total wichtig ist. Und das das ist 'n ganz, ganz wichtiger Faktor bei First Lego League, dass die Kids da im Team zusammen Ideen entwickeln und Lösungen finden und das Ganze dann, ja, zu 'nem tollen Ergebnis bringen und das dann bei 'nem Wettbewerb eine Jury vorstellen und manchmal halt auch ins echte Leben holen. Also das ja, sind Punkte, die uns da unterstützen in der Öffentlichkeitsarbeit, ne, wenn wir so was zeigen können. Und über die Jahre hinweg versuchen wir natürlich auch, unsere Wirkung zu zeigen. Wir haben einen Wirkungsbericht, den kann man sich angucken bei uns auf der Webseite, wo man sehen kann, dass 2002 haben wir 2001 war der Pilotwettbewerb mit 16 Teams. Und inzwischen sind wir bei über 1000 Teams und Klassen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Und Mhm. Das ist, glaub ich, 'n ganz cooles Bild, das man da zeigen kann. Und es dürfen aber gerne immer noch mehr und weitere Schulen mitmachen. Wir haben auch noch weiße Flecken auf der Landkarte, wo wir noch Platz haben für Teams, Klassen und Regionen.
Dennis
Okay, cool. Fabian, vielleicht kannst Du noch mal mal, weil also 'n bisschen einfach auch berichten, wie so die die Erfahrungen waren, als es dann auch noch über Deutschland hinausging. Also das ist ja dann wahrscheinlich irgendwie noch mal über andere übergreifende Dinge irgendwie organisiert. Also was was war dann da möglich oder wie weit ging das dann?
Fabian
Also angefangen immer beim Regionalwettbewerb. Mhm. Also ich komme aus Halle und dann war Merseburg unser nächster Regionalwettbewerb. Da mussten wir entsprechend gut performen, dann zum Qualifikationswettbewerb zu kommen. Der war dann bei uns in Eberswalde. Und auch da konnten wir uns entsprechend durchsetzen als Team. Und dann, jetzt sind wir ja Deutschland, Österreich und Schweiz als Hands on. Damals war's noch Zentraleuropa. Mhm. Und dann ging's für uns zum jetzigen Deutsch Österreich Schweiz Finale, damals Zentraleuropa Finale nach der Pritschen in Ungarn. Und dann hatten wir da 'n Riesenevent über 2 Tage hinweg und durften uns da präsentieren als Team. Sind dann dort achtes Team geworden von, ich glaube 24, die da vor Ort waren Und hatten dann damit die Möglichkeit, zum Open European Championship nach Teneriffa zu fliegen. Mhm. Das heißt, es ging dann nach Teneriffa in eine Riesenmessehalle. Das waren sorry, auch aus meiner jetzigen Perspektive immer noch 'n riesiges Event mit weit über 100 Teams, die dann wirklich aus der ganzen Welt da kamen. Man hatte dann dort vor Ort, ich glaub, 'n 3 mal 3 Meter großen Stand, auf dem man sich präsentieren konnte, wo man seine Sachen hinlegen konnte. Und da haben wir dann Deutschland vertreten und unsere Region 'n bisschen vertreten. Und konnte dann da sich mit den anderen Teams austauschen, da einfach zusammen fürs Lego League feiern. Und das gesamte Event ging, ich glaub, 5 Tage lang mit Eröffnung, mit 'ner großen Siegerehrung, mit 'nem Umzug dann auch da durch die Stadt, das einfach dort vor Ort fürs Lego League sehr publik auch zu machen. Wir waren da eher recht schüchtern als Team unterwegs und waren da jetzt nicht so die extravertierten Teams. Da gab's andere Teams, die da mit ganz großen Trommeln und vielen Fahnen und vielen Tröten sehr stark dann auf sich auch aufmerksam machen. Und es ist einfach 'n riesiges Event mit vielen Menschen und da hab ich auch Freundschaften geknüpft, die auch bis jetzt immer noch halten. Das war sehr, sehr cool. Also da auf dem Event hab ich mich mit 'nem anderen Team aus Deutschland angefreundet und mit 2 Menschen aus dem Team, die jetzt auch inzwischen im Verein sehr aktiv sind, waren wir jetzt auch schon viel in der Welt unterwegs auf vielen anderen Events und machen viel Urlaub zusammen und verbringen einfach viel Zeit zusammen. Also da haben sich sehr, sehr starke Freundschaften auch geknüpft, die bis jetzt auch immer noch halten.
Dennis
Schön.
Stefanie
Das Ja. Wenn ich da kurz ergänzen darf. Das das, was Fabian grad beschreibt, diese Community, die da entsteht, das ist tatsächlich was, was wir häufig erleben, ne. Es ist nicht nur bei ihm sein persönliches Bild, sondern das ist tatsächlich dieser dieser First Grundwerte Gedanke, der da gelebt wird und Mhm. Diese internationalen Events, das sind große Partys. Wir haben auch schon 3 von denen organisiert, einmal in Mannheim, einmal in Paderborn, 2011 und 12 und dann in der Bretchen noch mal son Open neben dem Finale. Das ist unglaublich, was da für eine Stimmung ist und was da wird einfach ja, Technikbegeisterung und Teamwork wird da gefeiert und das ist bunt, das ist laut, das macht Spaß. Und ja, wenn ich vielleicht noch kurz wir haben jetzt viel erzählt, über den Wettbewerb und das Feeling dort und die Atmosphäre. Also einfach selber mal vorbeikommen, ne. Das sind immer öffentliche Veranstaltungen. Nächste Gelegenheit, Leipzig Finale am achtzehnten und neunzehnten April. Kommt gerne vorbei im neuen Rathaus. Da sind 25 Challengeteams und 16 Explore Teams aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Und das wird auch eine große bunte Party und ja, wir freuen uns da schon sehr drauf. Und auch kommt immer die Volunteure Community und diese Freundschaften kommen da immer wieder zum Tragen und da da kommen Menschen aus diesem großen Bereich und helfen uns da freiwillig. Die zahlen selbst ihre Reise- und Hotelkosten, dabei zu sein, da son großes Community Treffen irgendwie auch abzuhalten und uns zu unterstützen, dieses Finale zu machen, was wir als Verein als abschließende große Veranstaltung jede Saison den Teams dort ermöglichen wollen. Und es wird getragen durch die die große Community und auch durch viele Mitglieder, die da sehr aktiv sich engagieren und das Ganze mit uns zusammen feiern.
Dennis
Ja. Ja, cool. Also genau, ich war ja, durfte ja selbst auch in Gießen war ich dieses Jahr und hab da mal vorbeigeguckt zusammen mit meinen Kindern. Und also ich kann auf jeden Fall bestätigen, dass die Stimmung sehr schön war und und sehr ausgelassen war. Und auch irgendwie, also es gab dann noch son paar, es war auch in der Uni in in in Gießen oder in Räumlichkeiten der Uni und da waren auch noch son so Aussteller, die halt, ne, in diesen ähnlichen Bereich gehen, keine Ahnung, es geht son, wie heißt das, weiß ich nicht genau, das irgendwie da war und die haben uns das Auto gestellt und auch Kindern halt noch mal die Möglichkeit gegeben, an verschiedenen Dingen und Stationen teilzunehmen und so. War auch 'n echt, echt schönes Rahmenprogramm. Was 'n guter Punkt ist, weil ich wollte auch noch mal darauf hin, so wenn man das jetzt hört und spannend findet, gibt's ja vielleicht verschiedene Angriffspunkte, wie man sich nähern kann. Also einmal ist tatsächlich einfach, die Events zu besuchen und sich das Ganze mal anzugucken, was eine Möglichkeit ist. Was ist denn sonst vielleicht für die Eltern auch, die den Podcast hören und so denken, ja, irgendwie würd ich das gerne meinem Kind ermöglichen? Was was sind da so die, also wie kann man das aktiv irgendwie unterstützen? Also entweder die Schule hat das, dann hat man vielleicht so das eine eine Sache. Was sind sonst Möglichkeiten, das 'n bisschen voranzubringen? Ist das was, was man dann an die Schule ranträgt? Ist es das, was man, keine Ahnung, wenn's die Schule so was hat wie 'n Förderverein, dort als Thema irgendwie reinbringt. Aber wenn man das jetzt grade hört, vielleicht selbst Kinder hat und gerne unterstützen möchte, was sind so Wege dahin?
Stefanie
Ach, es gibt viele Wege. Also einmal das, was Du grad beschreibst, ist definitiv 1 der ersten Wege, dass man guckt irgendwie, gibt's das schon am Kind, an der Schule meines Kindes? Gibt's da vielleicht 'n Robotik Set? Gibt's 'n Lehrer, der da Interesse hat, das zu machen? Weil es braucht tatsächlich immer diesen erwachsenen Coach, der das Team dann da son bisschen begleitet und mitnimmt. Und das kann aber auch 'n Elternteil sein, ne? Also gerade an der Grundschule ist das häufig auch kann das auch 'n Tandem sein. Eltern, Lehrkraft oder ja, pädagogische Fachkräfte, die an der Schule im Nachmittag unterwegs sind. Also das, wo das Ganze andockt, ist ganz unterschiedlich. Und in der weiterführenden Schule sind's häufig die Informatiklehrer, aber das kann auch eine andere Lehrkraft sein. Also man letztendlich braucht man jemanden, der da die Möglichkeit gibt, den Schülern den Raum gibt, wo sie ihr Spielfeld aufbauen können, bis sie ihre Roboter programmieren können und dort sich auf den Wettbewerb vorbereiten können. Und so wie Fabian es beschrieben beschrieben hat, kann's natürlich auch sein, dass man's zu Hause im Keller oder im Wohnzimmer oder im Kinderzimmer macht. Das passiert auch. Dann nimmt man sich 'n paar Freunde und macht das mit denen, aber ja, häufiger Ansatzpunkt ist tatsächlich die Schule und als Eltern kann man natürlich immer unsere Flyer von unserer Webseite runterladen oder mal 'n Video teilen, unseren Youtube Kanal empfehle ich da. Da sieht man auch, da wird's 'n bisschen lebendig, da kann man sich's 'n bisschen besser vorstellen, kann man's 'n Lehrkraft rübergeben, aber auch einfach bei uns anrufen und fragen, was man machen kann, ist 'n Weg. Ja, das ist das eine, ne, mit der mit der Schule anzusetzen, aber man kann auch als Volontier dabei sein bei 'nem regionalen Wettbewerb, indem man sagt, ich hab jetzt vielleicht nicht so viel Zeit, 'n Team über eine ganze Saison zu begleiten über mehrere Wochen.
Dennis
Mhm.
Stefanie
Das schaffe ich nicht, aber ich kann mir vorstellen, ich hab vielleicht Programmiererfahrung oder ich kenn mich gut mit Forschung oder mit Marketing aus und kann mir vorstellen, dort das Team zu bewerten. Also es gibt globale Bewertungskriterien, das ist kein Hexenwerk. Es gibt 'n Briefing von uns, das man sich vorher angucken kann und dann kann man zu so 'nem Wettbewerb gehen, wenn man bei dem regionalen Partner sich angemeldet hat, ich würd dich gerne unterstützen. Ich werde gerne in der Jury an so 'nem Wettbewerbstag. Meistens im Januar, im Februar sind die regionalen Wettbewerbe und dann ist das häufig an einem Wochenende, Samstag oder Sonntag, dass man dann dort ganztägig dabei ist und dort son son Wettbewerbstag mit unterstützt als Juror oder Schiedsrichter.
Dennis
Okay.
Stefanie
Genau und
Dennis
Dafür muss man ja auch keine muss man ja auch kein Elternteil sein.
Stefanie
Nö, das kann jeder machen. Da muss man muss man nicht Eltern sein, richtig. Und Genau. Dritter Weg ist tatsächlich bei uns im Verein aktiv zu werden, ne? Einmal Mhm. Entweder als Mitglied oder angedockt irgendwie in der Community. Wir haben zum Beispiel Suchen wir grade für unser CRM ERP System, das auch von Volunteers größtenteils aufgesetzt ist und gepflegt wird, Menschen, die sich da einbringen. Das ist recht komplex. Das ist unser Anmeldesystem, das ist unser Rechnungssystem, da werden Statistiken ausgelesen, Daten ausgelesen und ja, wenn man irgendwie Softwareentwicklung PHP Erfahrung hat, darf man sich da gerne bei uns melden und wir holen die Menschen dort als Entwicklerin mit ins Team und gucken, wo sie da unterstützen können.
Dennis
Cool.
Stefanie
Das sind, glaub ich, die die häufigsten Wege, wie man dabei sein kann.
Dennis
Sehr, sehr spannend. Gibt es noch irgendwas von eurer Seite, wo ihr sagt, ach, das wären wir jetzt eigentlich gerne noch gefragt worden oder darüber hätten wir gerne noch ein bisschen was berichtet oder habt ihr den Eindruck, wir haben ganz gut umrissen, was ihr macht als Verein?
Stefanie
Fabian, fällt dir noch was ein?
Fabian
Also nach den Aussagen, die Du grade getroffen hast, dachte ich mir so, wo wollen wir jetzt noch reden? Das war doch jetzt irgendwie so das Wichtigste bei unseren Feind.
Dennis
Das ist doch
Stefanie
Also, ja, einfach, wenn ihr euch dafür interessiert, schaut's euch mal an, sowohl auf unserer Webseite als auch unserem Youtube Kanal als auf live, kommt vorbei, erlebt ist und dann entscheidet, ob das was für euch ist. Die meisten Menschen, die vorbeikommen, sind da eigentlich begeistert und viele wollen dann auch mitmachen.
Dennis
Ja. Ja, ich find's superspannend. Und von daher freu ich mich auch, dass wir hier in der programmier.bar ein bisschen euch die Bühne geben konnten, das einmal 'n bisschen vorzustellen. Und hoffe natürlich, dass der ein oder andere oder die ein oder andere Hörerin das spannend findet und das son kleiner Anschluss war, da mal nachzugucken und das vielleicht 'n bisschen weiter zu verbreiten. Von daher, genau, guckt euch das gerne alles mal an. Es ist superspannend. Vielen Dank euch beiden, dass ihr die Zeit hattet, heute darüber zu sprechen. Natürlich auch vielen Dank für all das, was ihr in dem Bereich macht. Ist ja auch irgendwo immer, irgendwie zum Teil auch sone gesamtgesellschaftliche Aufgabe, ne, die man hat zu gucken, wie wie kann man diese Bereiche unterstützen? Was was kann man im im Bereich der Bildung noch zusätzlich machen, unser Bildungssystem zu unterstützen und da weitere Anreize zu schaffen? Von daher sehr cool, dass es solche Initiativen gibt und Menschen wie euch, die das auch stark unterstützen. Ja, vielen, vielen Dank für euren Besuch hier und weiterhin alles Gute.
Stefanie
Vielen Dank für die Bühne und ja, wir freuen uns auf alle, die uns auch bei Besuchen kommen.

Speaker Info

  • Robot Game First Lego League Finale Dresden 2023   (c) Hands on Technology E V

    Stefanie Sieber

    Seit 2006 begeistert sich Stefanie Sieber für die Verbindung von Bildung, Technik und Jugendförderung. Angefangen als Werkstudentin und Projektassistenz, ist sie seit 2014 für die Geschäfte des Vereins mitverantwortlich. Mit ihrem Hintergrund in Medienmanagement treibt Stefanie die Öffentlichkeitsarbeit im Verein voran und unterstützt junge Menschen dabei, Technik und Digitalisierung praktisch zu erleben.

    Mehr Infos
  • Robot Game First Lego League Finale Dresden 2023   (c) Hands on Technology E V

    Fabian Schmidtchen

    Von 2014 bis 2017 hat Fabian Schmidtchen selbst an der FIRST LEGO League teilgenommen. Seit 2019 engagiert er sich ehrenamtlich als Schiedsrichter oder Moderator bei Wettbewerben. Zum Zeitpunkt der Podcastaufnahme unterstützte Fabian bereits seit einem Jahr den Vorstand des Vereins „HANDS on TECHNOLOGY“.

    Mehr Infos
Feedback